Patienteninfos

Hier haben wir Ihnen wichtige Themen und oft gestellte Fragen zusammengestellt.

Vorsorge und Ultraschall (IG VS,US)

Die gesetzliche Krebsvorsorge beinhaltet ab dem Alter von 20 Jahren den Zellabstrich vom Muttermund, die vaginale Tastuntersuchung und die Blutdruckmessung. Hinzu kommen:

  • ab 30 Jahren die Tastuntersuchung der Brust
  • ab 50 Jahren bis zum 70.Lebensjahr alle zwei Jahre eine Mammographie
  • ab 50 Jahren jährlich die Stuhluntersuchung auf Blutspuren
  • ab 55 Jahren alle zwei Jahre die Stuhluntersuchung auf Blutspuren oder eine Darmspiegelung (nach einer Darmspiegelung entfallen weitere Stuhluntersuchungen )
Der vaginale Ultraschall (Bildliche Beurteilung von Gebärmutter, Gebärmutter-schleimhaut, Eierstöcken und Harnblase):
Die Ultraschallsonde ist „unser sehender Finger“. Wollte man dem keine Bedeutung beimessen, wäre die unangenehme und nur abschätzende komplette Tastuntersuchung erst recht bedeutungslos. Dass dem nicht so ist, erklärt sich allein dadurch, dass diese Methode als Kassenleistung die erste Wahl zur Abklärung verdächtiger Befunde darstellt.
Unter günstigen Bedingungen (schlanke Patientin, entspannte Bauchdecke) lassen sich Veränderungen an den Eierstöcken ab etwa 3cm Durchmesser ertasten.

Vorbehalte gegen den Routineultraschall stützen sich hauptsächlich auf zwei Argumente:

1. Harmlose Auffälligkeiten führen zu unnötigen Operationen.
Wir minimieren dieses Risiko durch jahrzehntelange Erfahrung und ggf. eine erweiterte Ultraschalluntersuchung. Andererseits lässt sich damit eine Früherkennung erreichen, die keiner Tastuntersuchung möglich ist. Wir wissen, was wir sehen und was bisher ohne Ultraschall nicht hätte erkannt werden können.

2. Ausländische Studien ergaben bisher eine gleiche Sterblichkeitsrate bei Eierstockkrebs. Er wurde also auch mit Ultraschall zu spät entdeckt. Unser optimiertes halbjährliches Intervall folgt dem Grundsatz „je früher, desto besser“. Außerdem ist das diagnostische Spektrum viel breiter. Häufigere gutartige Tumore können z.B. bei Vergrößerung zum Verlust eines Eierstocks führen, was die Fruchtbarkeit vermindert.

Die Ultraschalluntersuchung empfehlen wir umso dringlicher, je schwieriger die Untersuchungsbedingungen sind (kräftige Bauchdecken oder nicht locker entspannt gehaltene Bauchdecken) oder je höher das Erkrankungsrisiko ist (steigendes Lebensalter).

Die Kosten, welche von den gesetzlichen Kassen nicht erstattet werden, betragen ( incl. der angebotenen halbjährlichen Kontrolle!) für ein Jahr maximal 35 €.

Brustdiagnostik (Mamma)

Krebsvorsorge und die weibliche Brust

Allgemein:

Mit Krebsvorsorge ist Früherkennung gemeint! Das bedeutet, es gibt bisher keine Symptome oder besondere Risiken. Durch das Erkennen früher Anzeichen soll die Entstehung von Krebs verhindert werden. Bis zum 30. Lebensjahr ist das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, so gering, dass es dem allgemeinen Lebensrisiko (Unfall, Blitzschlag etc.) entspricht. „Um die Dreißig“ beginnt das Brustkrebsrisiko bei Frauen (gibt es auch bei Männern!) überproportional und kontinuierlich zu steigen. Je älter, desto höher das Risiko und summiert betrifft es ca. jede 10. Frau!

Das Problem:

Für Frauen gibt es derzeit bis zum 50. Lebensjahr keine organisierte Früherkennung! Weshalb? Bis dato steht kein Verfahren zur Verfügung, das den Erfordernissen einer allgemein eingeführten Früherkennung genügt. Wir hoffen auf einen diagnostischen Quantensprung, evtl. über Blutuntersuchungen und/oder Genetik, der aber in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist.
Die apparativen Methoden:
  • Mammographie (Röntgen): Erfasst speziell kalkbildende Tumore (das sind die häufigsten), limitiert sich durch Strahlenbelastung
  • Sonographie (Ultraschall): Keine Strahlenbelastung, erkennt speziell Strukturveränderungen (Gewebe, Zysten). Stellt hohe Anforderungen an Untersucher und Gerät, zeitintensiv.
  • MRT (Magnetresonanz): Keine Strahlenbelastung, erkennt speziell gewebliche Strukturveränderungen (Sarkome, Fibrome). Technisch aufwändig und teuer.
  • Thermographie (Wärmefokussuche): Nur als Spezialverfahren nach Vordiagnostik anwendbar.
KEINE der Methoden erfasst alle Arten der verschiedenen Brustkrebse.Deshalb ist jede Methode nur unter bestimmtebn Kriterien und/oder bei speziellen Symptomen sinnvoll einsetzbar.

Die Selbstuntersuchung - eine einfache und schadenbegrenzende Maßnahme:

Das Betrachten und Abtasten der Brust kann keine Früherkennung im eigentlichen Sinne sein. Der Tumor ist da, wenn man etwas sieht oder tastet. Der Zeitabstand von „unauffällig“ bis „Befund“ kann unter 2 Monaten liegen! Deshalb ist jährliche ärztliche Untersuchung als Übung und Auffrischung zu verstehen, damit SIE ihre Brust einmal im Monat (nach der Menstruation, so vorhanden) schnell und sicher beurteilen können. Dies gilt auch bei laufender Kontrolle durch Mammographie o.a. , da keine Methode einen 100%igen Ausschluss bieten kann. Hauptsächlich das frühe Erkennen entscheidet den späteren Verlauf!

Unsere Empfehlungen:

  • Die Selbstuntersuchung beginnen „wenn Brust da ist“. Das übt, hilft Veränderungen zu entdecken, die auch in jüngeren Jahren auftreten und nicht gleich „Krebs“ sind (Fibrome, Zysten). Außerdem beseitigt es Unsicherheiten, wenn Sie ihre Brust, incl. der zyklusbedingten Veränderungen, kennen.
  • Die Sonographie (zur Früherkennung keine GKV-Leistung, ca. 50 €) ab 30- 35 Jahren.
  • Als Sonderform besteht an wenigen Röntgeninstituten die Möglichkeit der „Microdosis-Mammographie“, die kombiniert mit der Sonographie durchgeführt wird. Die Besonderheit besteht darin, dass eine erheblich niedrigere Strahlendosis benötigt wird und durch die Kopplung mit der Sonographie das Erkennungsspektrum erweitert ist. (Keine GKV-Leistung, ca. 180 €, ab 45 Jahren.)
  • Die Mammographie im Rahmen des allgemeinen Screening ab 50 Jahren.

Häufige Frage: Weshalb Mammographie-Screening erst ab 50 und nur bis 70?

Die heute eingesetzte digitale Mammographie hat eine geringere Strahlenbelastung als die herkömmliche "Filmaufnahme". Die Gesamtdosis von 10 Untersuchungen wird in der Nutzen/Risikobewertung als medizinisch vertretbar beurteilt. Zwischen 50 und 70 sind einheitlich 2-Jahresintervalle anwendbar. Davor und danach müssten andere Abstände gewählt werden (jünger: Kürzere, älter: Längere).
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Diskutieren kann man darüber viel, eines ist Fakt: Ohne den Einsatz der Apparate weiß man bzgl. Früherkennung an der Brust - NICHTS!

Für PBK-Versicherte

Information für Versicherte der Postbank

Wegen sich häufender Rückfragen gebe ich Ihnen meine persönliche Meinung und Ratschläge zur Kenntnis:

  1. Aus früheren Zeiten heraus, als Postangestellte noch Beamte waren und auch versicherungsrechtlich Vorteile genossen, gibt es noch den Sonderstatus „halbprivat“. D.h., es wird nach Privatgebührenordnung (GOÄ) abgerechnet aber zu reduzierten Sätzen gegenüber den vollständig privatversicherten Patienten.
  2. Seit einigen Jahren versucht die PBK Kosten zu reduzieren, indem Leistungen, welche im PV-Bereich akzeptiert werden, auf das Niveau der gesetzlichen Kassen abzusenken. Bei der gynäkologischen Vorsorge betrifft dies insbesondere die gesetzlich nicht vorgesehene, erweiterte Vorsorge mittels Ultraschall. Deshalb habe ich dort, wo es angebracht war, den Diagnosezusatz „bei unklarem palpatorischem Befund“ hinzu gefügt. Dies stellt eine medizinisch ausreichende Indikation dar und wird selbst von den gesetzlichen Kassen akzeptiert.
  3. Seit einigen Monaten verlangt die PBK von ihren Versicherten nicht nur die medizinisch ausreichende Untersuchungsindikation, sondern einen „Krankheitsverdacht“. Dies ist nun völlig inakzeptabel. Dagegen hilft nur Ihre Klage, was auch zu empfehlen ist, sonst fällt der ergänzende Ultraschall demnächst für Sie ganz unter den Tisch!
  4. Das schlug dem Fass den Boden aus: Vor zwei Monaten erhielt ich bei, natürlich medizinisch indizierter, Hormonsubstitution folgende Nachricht - entweder sollte ich ausführliche medizinische Ausführungen dazu liefern oder diese Therapie würde als Anti-Aging-Therapie eingestuft und nicht erstattet. Die gesetzlichen Kassen haben vor ca. fünf Jahren versucht, diesen Kostenfaktor loszuwerden, indem diese Therapie gezielt „madig“ gemacht wurde, bis hin zu gezielten Desinformationen. Das hatte keinen Erfolg und jetzt kommt die PBK ……

Also: wehren Sie sich, meine Möglichkeiten dazu sind ausgeschöpft.

Verhütung

...hier gibt es demnächst mehr zu lesen...

Die "natürliche" Pille

...hier gibt es demnächst mehr zu lesen...

"Kassenprobleme" bei der Vorsorge

...hier gibt es demnächst mehr zu lesen...

Beratung bei Sexualproblemen

Tabuthema "Sexuelle Probleme"

Gibt es Gesprächsbedarf - fragen Sie! In der Regel sind dies allerdings überwiegend keine Leistungen der gestzlichen Krankenkassen.

Voraussetzung: Beidseits normale* Heterosexualität (*nicht SM, Bi-, Pädophilie u.s.w.), Leidensdruck

Durchführung: Frau allein, wenn sie sich zutraut, dem Partner nach und nach alles zu „verklickern“. Sonst: Paar-Einzeltherapie, führt in der Regel schneller zum Ergebnis. Über Sexualität en détail wird nicht nur allgemein, sondern speziell individuell gesprochen. Im Unterschied zum „beste Freundinnen-Modus“, bietet hier die ärztliche Schweigepflicht Sicherheit.

Ziel: Intakte sexuelle Beziehung zwecks Zufriedenheit und Langzeitstabilisierung der Partnerschaft

Kosten: 150 €/Stunde

Chlamydien-Test bis 25 Jahre

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HPV-Impfung

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Geschlechtskrankheiten

...hier gibt es bald etwas zu lesen.

FAP WortlogoLogo-Decker

Dr. med. Johannes Decker

Mehringplatz 13
10969 Berlin-Kreuzberg

Telefon: 030 -251 40 50

Öffnungszeiten

Montag: 09 - 19 Uhr
Dienstag: 10 - 19 Uhr
Mittwoch: 09 - 14 Uhr
Donnerstag: 10 - 19 Uhr
Freitag: 10 - 14 Uhr

Achtung: Die Öffnungszeiten der Praxis (Praxisgemeinschaft mit Irina Cleemann) sind nicht mit meinen Sprechzeiten identisch. Eine Terminvereinbarung ist unbedingt erforderlich.

Parktipp: Friedrich-Stampfer-Str., gegenüber Willy-Brandt-Haus (Montag & Donnerstag Vormittag ist bis 12 Uhr in der Friedrichstrasse Markt - da könnte man am Mehringplatz durch die Schranke fahren, direkt bis zur Praxis …